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  • Franz Karl Basler-Kopp

  • Basel 17.2.1879, Luzern 1.4.1937
  • Geschlecht: männlich
  • Nationalitaet: Schweiz
  • Taetigkeitsfelder: Malerei, Zeichnung
  • Jahr von: 1'879
  • Jahr bis: 1'937
Biographie
Ausgewählte Literatur
Werke

Franz Karl Basler wird als Sohn einer südbadischen Bauernfamilie in Basel geboren. Im Juli 1880 lässt sich die Familie in Luzern nieder, wo Basler in bescheidenen Verhältnissen aufwächst. Seine mit sechs Jahren Primarschule knappe Schulbildung kompensiert er später durch intensive Lektüre breit gefächerter Literatur, aus der er auch fast immer die Motive für sein künstlerisches Schaffen bezieht. Noch während seiner Schulzeit verliert seine rechte Hand infolge einer Infektion teilweise ihre Funktionsfähigkeit. Basler wird zum Linkshänder.
Von 1893 bis 1898 besucht er an der Kunstgewerbeschule Luzern die Abteilung für Glasmalerei. Er fühlt sich allerdings mehr zur Malerei auf Leinwand und Papier hingezogen, der er sich während seiner gesamten freien Zeit widmet. Nach der Ausbildung besucht Basler keine Schulen mehr und sucht auch keine Kontakte zu Kollegen. Er bleibt zeitlebens ein zurückgezogener Einzelgänger.
1905 heiratet er Julie Kopp, die Tochter des Rektors der Stadtschulen Luzern. In ihr findet er eine Gefährtin, die engsten Anteil an seinem Leben nimmt. 1912 und 1914 reist er zweimal zu Studienaufenthalten nach München. Vermutlich schon 1909 beteiligt er sich an einer Ausstellung in München, nach welcher er von Ferdinand Avenarius, dem Leiter des „Kunstwart“, die Einladung zur Veröffentlichung einiger Bilder bekommt. Es ist dies gleichzeitig der Beginn einer Freundschaft, die bis zum Tode von Avenarius 1923 dauert, und während welcher sich die beiden über Kunstpflege und die Beziehung von Kunst und Volk austauschen.
In den Jahren 1910 bis 1919 beteiligt sich Basler-Kopp jährlich, allerdings nur mit wenigen Werken, zuerst an zwei "Nationalen Kunstausstellungen", dann an jenen im Kunsthaus Zürich, 1919 auch einmal bei „Kunst und Spiegel“ in Zürich. In der Folge zieht er sich aber völlig aus dem Ausstellungsbetrieb zurück. Erst 1929, wiederum bei „Kunst und Spiegel“, geht er wieder an die Öffentlichkeit, und 1931, durch seinen Freundeskreis ermuntert und durch das Kunstmuseum Luzern organisiert, im alten Kriegs- und Friedensmuseum in Luzern noch einmal, diesmal mit 70 Gemälden und Zeichnungen.
Regelmässige Käufer für seine Bilder hat Basler-Kopp nur wenige. Einer davon ist der ETH-Professor Dr. Adolf Tobler, der einige Bilder für seine Villa am Zürichberg, die heutige, unter Denkmalschutz stehende Jugendstil-Villa Tobler, ersteht. In den Jahren 1922 und 1923 ermöglicht er ihm ausserdem zwei Deutschlandreisen, die ihn ausser nach Dresden und Hamburg beide Male auch an die Nordsee führen, wo ihm Avenarius sein Haus auf Sylt zur Verfügung stellt. Diese beiden Reisen haben in nordischen Motiven, unter anderem in „Fremde - Heimkehr" und „Allerseelen in Nordfriesland“ ihren Niederschlag gefunden.
Seine künstlerische Freiheit bedeutet Basler-Kopp alles, ohne Rücksicht auf Existenzfragen. So lehnt er das Stellenangebot als Märchenzeichner bei den „Münchner Fliegenden Blättern“ ab. Für den Verlag Sauerländer in Aarau ist er aber doch über einige Jahre regelmässig tätig. Vor allem bekannt werden seine Illustrationen zum dreibändigen Werk „Schweizersagen“ von Arnold Büchli, eine Arbeit, die auch in seiner Malerei, beispielsweise in „Hexenhalfter“, Spuren hinterlässt.
Als Künstler ist Basler-Kopp „ein spät geborener Romantiker, den es zur Weiterführung jener künstlerischen Elemente treibt, die in Spitzweg, Welti, Böcklin einst ihre grosse Erfüllung gefunden haben, ein Erzähler und Illustrator, der ein Märchen- und Sagenwerk höchst eigener Empfindung schafft, vertrauend auf die bildhafte Kraft der Volkspoesie“ (Dr. Paul Hilber).
Seine letzten Jahre führt Basler-Kopp ein wahres Einsiedlerleben: unbekümmert um den künstlerischen Zeitgeist, von dem sich sein eigenes Schaffen immer mehr entfremdet, wendet er sich nur noch seiner Kunst, seinen Freunden und Fragen der Kunstpflege zu. Franz Karl Basler-Kopp nimmt sich, schon seit langem an einer schweren Krankheit leidend, am 1. April 1937 das Leben.

Werner Kneubühler