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  • Erna Schillig

  • Altdorf 27.9.1900, Altdorf 1.5.1993
  • Geschlecht: weiblich
  • Nationalitaet: Schweiz
  • Taetigkeitsfelder: Zeichnung
  • Jahr von: 1'900
  • Jahr bis: 1'993
Biographie
Ausgewählte Literatur
Werke

Die in Altdorf aufgewachsene Erna Schillig verbringt als angehende Malerin die Sommermonate auf dem Klausenpass, wo ihre Eltern das Passhotel führen. Sie schliesst mit dem deutschen Maler August Babberger, der seit 1918 regelmässig in seiner Alphütte auf dem Klausen den Sommer durch weilt und arbeitet, Bekanntschaft. Von 1927 bis 1930 besucht sie bei ihm die Fachklasse für dekorative Malerei und Wandmalerei an der badischen Landeskunstschule Karlsruhe. In den folgenden Jahren wird sie seine Privatschülerin, später seine Mitarbeiterin und Lebensgefährtin. Zusammen mit Heinrich Danioth gehört sie dem „Urner Kreis“ an, der sich Mitte der 20er Jahre um Babberger gebildet hat. Erna Schillig ist 1947 bis 1967 Leiterin der Textilabteilung an der Kunstgewerbeschule in Luzern. Zusammen mit Danioth zählt sie zu denjenigen Innerschweizer Kunstschaffenden der zwanziger und dreissiger Jahre, die sich der flächig abstrahierenden Formensprache zuwenden. Von Schillig sind Ölbildern, Pastellmalereien, Zeichnungen und kolorierte Holzschnitte bekannt. Einen Namen macht sie sich mit Wandbildern in Putztechnik, Sgraffito und Mosaik. Zusammen mit August Babberger malt sie 1932 die Höfli-Kapelle in Altdorf aus. Ebenfalls grosse Beachtung finden die Wandteppiche. An der Weltausstellung 1937 in Paris wird im Schweizer Pavillon ihr "Trachtenteppich" gezeigt.