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  • Raoul Dufy

  • Le Havre 3.6.1877, Forcalquier 23.3.1954
  • Geschlecht: männlich
  • Nationalitaet: Frankreich
  • Taetigkeitsfelder: Malerei
  • Jahr von: 1,877
  • Jahr bis: 1,954
Biography
Selected Bibliography
Work

Raoul Dufy wächst in bescheidenen Verhältnissen auf und muss bereits mit 14 Jahren zum Lebensunterhalt seiner Famile beitragen. In Le Havre, wo er 1877 geboren wird, besucht er im Alter von 15 Jahren Abendkurse der Städtischen Zeichenschule. Hier freundet er sich mit Othon Friesz an. Ein Stipendium der Stadt Le Havre führt ihn 1900 nach Paris. Nicht die Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts gibt ihm richtungsweisende Impulse für sein Frühwerk, vielmehr sind es die regelmässigen Besuche bei namhaften Galeristen, die sich um den Impressionismus und Post-Impressionismus bemühen. Beeindruckt vom Werk von Henri Matisse, schliesst er sich 1905 den Fauves an. Mit Friesz reist er unter anderem 1909 nach München und lernt den Deutschen Expressionismus kennen. Ab 1911 lebt er wieder in Paris, wo er sich in einem Atelier einrichtet, das er über viele Jahre für seine künstlerische Tätigkeiten benützen wird.
Wie bei vielen anderen Künstlern auch, bleibt bei Dufy der Erfolg anfänglich aus. Deshalb gründet er ein Dekorationsgeschäft in Paris und beginnt, Stoffe und Tapeten zu bedrucken, mit denen er in der Modewelt Aufsehen erregt. Um findet er zu einem eigenen Stil: Es entstehen die für Dufy charakteristischen dekorativen Bilder mit fliessenden skizzenhaften Linien auf grosszügig unterlegten Farbflächen. In den 1920er Jahren wendet sich Dufy verstärkt der Druckgrafik und der Bucherillustration zu. Daneben erhält er Aufträge im Bereich der Dekorationskunst. Zu seinem Motivrepertoire gehören unter anderem Darstellungen von Regatten, Serien von Atelier- und Orchesterszenen sowie Pferderennen im Bois de Boulogne. Zahlreiche Werke tragen im Titel den "Bois de Boulogne", so auch das Werk "L'avenue du Bois" (de Boulogne), das im Besitze des Kunstmuseums Luzern ist.
Anlässlich der 26. Biennale (1952) in Venedig wird ihm der Grosse Internationale Preis für Malerei verliehen. Kurz vor seinem Tod lässt er sich in Forcalquier, in Südfrankreich nieder, wo er 1953 stirbt.