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Landschaft in der Campagna
  • Jost Schiffmann
  • Landschaft in der Campagna, 1862

  • Öl auf Leinwand
  • 63.7 x 100 cm
  • signiert und datiert unten rechts: "Jost. Schiffmann. 1862/München" 1862
  • Kunstmuseum Luzern, Depositum der BEST Art Collection Luzern
  • Inv.-Nr. M 44x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1'862
  • Jahr bis: 1'862
Werkbeschrieb
Provenienz
Ausstellungsgeschichte
Literatur
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Die „Campagna-Landschaft“ ist 1862, also fast zwanzig Jahre nach Schiffmanns Erlebnis der Gegend südlich von Rom entstanden. Seine Eindrücke sicherte er sich mit von ihm selbst als „Farbstudien“ bezeichneten Veduten, von denen das Kunstmuseum Luzern ebenfalls ein Exemplar besitzt (KML 44x), und das als Inspiration für das spätere Gemälde gedient haben könnte. Neben dem fein abgestuften Kolorit und der horizontalen Zweiteilung mit einem relativ hoch angesetzten Horizont besticht das Gemälde vor allem durch die südliche Stimmung und das Licht, das die Landschaft mit seinen Felsen, Mulden und Bäumen akzentuiert. Einzelne Bereiche sind beschattet, andere sind in ein warmes Abendlicht getaucht. Staffagefiguren führen ins Bild hinein, links ein Schafhirte mit seiner Herde, in der Mitte eine korbtragende Frau, die den Blick in die Talsohle lenkt. Bestechend ist wie Schiffmann die weite Ebene zu den Albanerbergen im Hintergrund fast ohne Aufsicht malt und damit ein in Wirklichkeit riesiges Terrain in seinem Bild zu einem schmalen Streifen werden lässt.

Christoph Lichtin