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Kastanienbäume
  • Robert Zünd
  • Kastanienbäume, 1852

  • Öl auf Leinwand
  • 49.2 x 61.1 cm
  • datiert unten links: "26. Aug. 52."
  • Kunstmuseum Luzern, Leihgabe aus Privatbesitz
  • Inv.-Nr. L 93.25x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1'852
  • Jahr bis: 1'852
Werkbeschrieb
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Literatur
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Das Gemälde „Kastanienbäume“, das Zünd nicht signiert, doch aber mit „26. Aug. 52.“ datiert hat, ist eine malerische Studie von Kastanienbäumen am Hang, wie er sie auch ausgiebig in seinem zeichnerischen Werk festgehalten hat. Das Fehlen von Staffagefiguren und die ausschnitthafte Behandlung einer kleinen Baumgruppe sind Charakteristika, wie sie oft auch bei seinen Zeichnungen zu finden sind.

Das Gemälde gehört zu den Frühwerken des Künstlers. Im Jahre 1852, er befindet sich gerade seit zwei Jahren nach seiner Ausbildung in Genf wieder in der Innerschweiz, reist Zünd im Frühjahr das erste Mal nach Paris. Im Herbst begibt er sich mit seinen Malerfreunden Johann Gottfried Steffan und Jost Schiffmann zu Rudolf Koller nach Weesen am Walensee, wo er auf fotorealistische Art und Weise Felsblöcke und Geröll zeichnet.

Das Frühwerk Zünds lässt erkennen, dass er schon kurz nach der Genfer Zeit seinen Stil und seine Könnerschaft gefunden hat. Diese frühe kompositorische und technische Homogenität seiner Gemälde und Zeichnungen lässt es heute kaum zu, undatierte Werke des Künstlers zeitlich einzuordnen. Auch seine Motivwahl ist früh getroffen und wird nur vereinzelt durch die Darstellung religiöser Szenen ergänzt.

Susanne Neubauer