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Logotyp VI
  • Aldo Walker
  • Logotyp VI, 1975

  • Beton, Messing, Wecker
  • 32 x 46 x 41 cm
  • nicht bezeichnet
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 92.48w
  • © Nachlass Aldo Walker
  • Jahr von: 1'975
  • Jahr bis: 1'975
Werkbeschrieb
Provenienz
Ausstellungsgeschichte
Literatur
Weiteres

Auf einem Messingring, der von drei in der Mitte zusammenlaufenden Armen getragen wird, befinden sich fünf Kugeln aus Beton mit eingelassenen Ausstechförmchen. Ihre Abstände sind nach einem goldenen Schnitt der Kreisflächen bemessen. Die Anordnung der Kugeln auf einer Kreisbahn und die eingelassenen Figuren – Halbmond, Sterne, Sonne und Herz – erinnern an die Bahnen der Himmelskörper. Nur das Herz setzt der Regel etwas entgegen, vergleichbar der Emotionen, die ebenfalls nicht steuerbar sind. Die Unterteilung des Kreisrades erinnert in Zusammenhang mit der Uhr, die in einen Betonkubus eingelassen ist, an die Messung von Zeit und ihre zyklische Wiederkehr. Nebeneinander positioniert, bilden sie ein Gegenüber von messbarer Zeit und übergeordnetem Kosmos, der seinerseits über die einzelnen Kugeln in Zeit- und Raumstrukturen gegliedert ist. Bezeichnend für die Logotypen von Aldo Walker ist, dass er kleine alltägliche Gegenstände wie hier die Uhr und die Ausstechformen in einen grösseren Zusammenhang einbettet, über die trivialen Alltagsgegenstände zu grösseren und tieferen Relationen vordringt, gleichzeitig aber den direkten Bezug zu unserer Umwelt nicht verliert.

Annamira Jochim