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Pneumatisches Objekt
  • Aldo Walker
  • Pneumatisches Objekt, 1967/1989

  • Veloschläuche vulkanisiert
  • 60 x 450 cm
  • nicht bezeichnet
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 90.40w
  • © Nachlass Aldo Walker
  • Jahr von: 1'967
  • Jahr bis: 1'989
Werkbeschrieb
Provenienz
Ausstellungsgeschichte
Literatur

In den Zeichnungen von Aldo Walker aus der Mitte der 1960er Jahre werden bereits energetische und wahrnehmungsbedingte Prozesse veranschaulicht, unter denen sich auch Skizzen zu „Pneumatischen Objekten“ befinden. Die aufblasbaren Gummiformen, die anlehnend an den Begriff der „Pneumatik“ für Luftreifen oder den griechischen Begriff „pneuma“ für Wind und Atem „Pneumatische Objekte“ genannt werden, tragen die reale Veränderung in sich – sie können sich durch die Zufuhr von Luft ausdehnen –, gewinnen aber erst durch die Einbildungskraft und ihre Kontextualisierung an Mehrwert.
Für eine dieser pneumatischen Arbeiten (KML Inv.-Nr. 90.40w) werden gewöhnliche Fahrradschläuche miteinander verkettet und an einer weissen Wand befestigt. Das Ineinanderschlingen der zu einem Kreis geschlossenen Fahrradschläuche ist paradox, weil sie so nie hätten zusammengesetzt und auch nicht mehr als rollende Reifen gebraucht werden können. Sie sind Teil einer Bezugskette, die nicht aufgeht, gerade weil die Abfolge der Kreise immer noch an Räder erinnert, diese aber nicht mehr als solche funktionieren.

Annamira Jochim