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Dionoëa
  • Annemarie von Matt-Gunz
  • Dionoëa, 1940

  • Bleistift und Farbstift auf Papier
  • 27 x 38.5 cm
  • datiert links: "26. September 1940"
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 83.29y
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1,940
  • Jahr bis: 1,940
Description
Provenance
Exhibition History
Bibliography
Other

In einer Publikation mit griechischen Mytholgien findet Annemarie von Matt die Figur der Dione (oder Dionëa), die mit Jupiter eine Tochter zeugte. Diese Tochter galt als jüngere Venus, im Gegensatz zur älteren, die die Tochter des Uranus war und deshalb auch Urania genannt wird. Nach anderer Überlieferung entstand die jüngere Venus aus dem Schaum, den die Wellen des Meeres hervorbringen. Deshalb wurde sie bisweilen mit einem meergrünen Schleier abgebildet. Der Myrthenbaum, hinter welchem sie sich verborgen haben soll, als sie unbekleidet dem Meer entstieg, war ihr geheiligt. Sie wurde Mutter mehrerer Kinder: des Amor, des Eros und des Anteros. Mehrere Elemente dieses Mythos sind in der Zeichnung enthalten, etwa der Schleier, der Myrthenbaum und einzelne Namen. Es sind aber auch direkte Bezüge zur Gegenwart hergestellt. So scheinen die roten Schuhe kaum in die griechische Mythologie zu passen. Trotz der Stilisierung des Gesichtes ist die Ähnlichkeit mit der Künstlerin selbst unverkennbar. Sie präsentiert sich als entkleidete Liebesgöttin, die neben sich ein kleines Fläschchen mit der Aufschrift "For men" bereit hält. Dabei handelt sich wohl – der Liebesgöttin entsprechend – um ein Liebeselixier.

Christoph Lichtin