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Bildnis Vize-Konsul Emil Haering
  • Ferdinand Hodler
  • Bildnis Vize-Konsul Emil Haering, 1878

  • Öl auf Leinwand
  • 70 x 55 cm
  • bezeichnet oben links: "Madrid"
  • Kunstmuseum Luzern, Depositum der BEST Art Collection Luzern
  • Inv.-Nr. M 2x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1,878
  • Jahr bis: 1,878
Description
Provenance
Exhibition History
Bibliography
Other

Der Porträtierte ist Emil Haering-Bloch (geboren 1837 in Aesch, Baselland). Hodler lernte den Schweizer Vizekonsul, der vom Schweizerischen Bundesrat am 24. Juli 1877 auf diesen Posten berufen worden war, während seiner Reise nach Iberien Ende des Jahres 1878 in Madrid kennen. Das Bildnis entstand wohl in jener ersten Zeit und zeigt den 41jährigen Diplomaten vor einem dunklen Hintergrund. So tritt aus diesem vor allem der Kopf mit dem Hemdkragen und die in die Knopfleiste gesteckte Rechte hervor. Sowohl der Blick wie die Handgeste verraten das Selbstbewusstsein des Porträtierten, aber auch den repräsentativen Charakter des Gemäldes. Zur gleichen Zeit entstand als Pendant auch ein Bildnis der Frau des Vizekonsuls. Das Paar hatte 1875 in Madrid geheiratet.

Dank der Unterstützung des Diplomatenehepaars und einiger mit ihnen bekannte Schweizer Geschäftsleute konnte sich Hodler von Herbst 1878 bis in den Frühsommer des folgenden Jahres in der spanischen Hauptstadt aufhalten. Mehrere Porträtarbeiten zeugen von seinen dortigen Verbindungen. Das Gemälde fand den Weg in die Schweiz, als der Sohn des Ehepaars Haering-de Eguilaz dieses mehreren Schweizer Institutionen anbot, darunter auch das Kunsthaus Zürich.

Matthias Fischer