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Artischocken
  • Max Pechstein
  • Artischocken, um 1912

  • Öl auf Leinwand
  • 69 x 80 cm
  • nicht bezeichnet
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 354x (recto)
  • © 2005, ProLitteris, Zurich
  • Jahr von: 1,910
  • Jahr bis: 1,914
Description
Provenance
Exhibition History
Bibliography
Other

Phasenweise widmet sich Pechstein dem Stillleben. Zunächst in den Jahren 1912 und 1913, eine wichtige Rolle spielt es erneut um 1917. Das Gemälde „Artischocken“ ist um 1912 in Berlin entstanden, kurz vor der Auflösung der Künstlervereinigung „Brücke“. Der geflochtene Gemüsekorb mit aufgeklapptem Deckel ist insofern als Motiv etwas untypisch, als sich die „Brücke“-Maler auf ihrer Suche nach dem Ursprünglichen hauptsächlich den Akt- und Figurenszenen in der Natur sowie den Landschaften gewidmet haben.

Anstelle der reinen, kräftigen und leuchtenden Farben besticht das von Rotakkorden beherrschte Stillleben durch seine ausgewogene, harmonische Farbigkeit: Das purpurne Tischtuch, die Tomaten, die dunkelroten Rhabarberstängel, die orangen Melonen. Mit den Rottönen kontrastiert die Komplementärfarbe Grün, wie sie in den im grünlichgelben Korb liegenden grünvioletten Artischocken und dem Grün des Blumenkohlblattes zur Anwendung kommt.

Cornelia Ackermann