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mündiges bündel, bündiges mündel
  • André Thomkins
  • mündiges bündel, bündiges mündel, 1965

  • Feder, Tusche auf Papier
  • 23.5 x 33 cm
  • signiert und datiert unten rechts: "André Thomkins 1965"; unten links: "- mündiges bündel, bündiges mündel"
  • Kunstmuseum Luzern, Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Gottfried Keller-Stiftung, Bern
  • Inv.-Nr. E 87.50y
  • © 2007, ProLitteris, Zurich
  • Jahr von: 1,965
  • Jahr bis: 1,965
Description
Provenance
Exhibition History
Bibliography
Other

Mitte der 1960er Jahre entsteht eine Serie von Federzeichnungen, die auf dem gleichen gestalterischen Prinzip beruhen. Ihnen gemeinsam ist die Anhäufung von dichten, ineinander laufenden ausgezogenen Linien, die teils in eindrücklichen Phantasiegebilden gipfeln. Mit einer unglaublichen Präzision sind sie gleichmässig aufgetragen. Zu dieser Werkgruppe gehört auch die Zeichnung "mündiges bündel, bündiges mündel", ein dichtes, von Linien übersätes ovales Gebilde. Vergeblich sucht man nach einem Anfang oder Ende, einem Ausgang oder Eingang. Verfolgt man den Verlauf der Wege, die an Labyrinthgänge erinnern, erkennt man, wie die Linien Schleifen bilden (die Schleifen des gepackten Bündels?), aus denen florale, organische Formen herauswachsen. Plötzlich wird ein Bein sichtbar oder ist es die Nase eines Gesichtes? Auffällig ist, dass es zu keinerlei Überzeichnungen kommt. Das heisst, dass Thomkins verschiedene Schichten vorgedacht hat und sich beim Setzen der Striche bereits bewusst war, wie sich die Linien durchdringen, was unterhalb und vorne liegen muss.

Cornelia Ackermann