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Ohne Titel (Incubators)
  • Paul Thek
  • Ohne Titel (Incubators), 1969

  • Holz
  • 3 mal 16 x 18 x 25.3 cm , sowie 1 mal 15 x 17.4 x 26 cm
  • nicht bezeichnet
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 94.80:1-4w
  • © The Estate of George Paul Thek, New York
  • Jahr von: 1'969
  • Jahr bis: 1'969
Werkbeschrieb
Provenienz
Ausstellungsgeschichte
Literatur

Die vier Vogelbrutkästen waren Bestandteil des in Amsterdam entwickelten „Chicken Coop“. Sie dienten den Vögeln und Tauben, die Paul Thek nicht nur in seinem Atelier hielt, sondern auch in den Ausstellungsraum des Stedelijk Museums brachte, als Nischen. Sie sind auch wortwörtlicher Hinweis für Theks Auffassung des „Chicken Coop“ als eine Art Brutkasten (engl. „coop“).

Zur Idee des Hühnerkäfigs sagte Paul Thek in einem Interview mit Harald Szeemann 1972: „Das war eine Art Wortspiel, ein Kalauer. Es gibt überall, auf jeden Fall in Amerika, das, was wir Artists’ Co-op nennen – Kooperativen, zu denen sich die Künstler, die keine Ausstellungen in Galerien bekommen, zusammenschliessen, um gemeinsam auszustellen. Für mich hat das immer mehr nach Artists’ Coop (Brutkasten) geklungen. Im Englischen ist „Coop“ ein kleiner Käfig. Und ich habe gegen Ende der 60er Jahre in New York oft das Gefühl gehabt, in einem Käfig zu sitzen. (...) Ich fühlte mich als nutzloses Mitglied der Gesellschaft. (...) Die Rolle des Künstlers, die man mir angeboten hat, passte einfach nicht.“ (vgl. Harald Szeemann, „Gespräch mit Paul Thek“ (1973), in: ders., Individuelle Mythologien, Merve: Berlin, 1985, S. 171-172).

Susanne Neubauer