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Der Salève im Herbst
  • Ferdinand Hodler
  • Der Salève im Herbst, 1891

  • Öl auf Leinwand
  • 70 x 51 cm
  • signiert unten rechts: "F. Hodler"
  • Kunstmuseum Luzern, Leihgabe aus Privatbesitz
  • Inv.-Nr. L 93.26x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1,891
  • Jahr bis: 1,891
Description
Provenance
Exhibition History
Bibliography
Other

Erstmals in der Literatur fassbar wird das Werk 1911 in einer Zeitungskritik des Genfer Publizisten Johannes Widmer. Dieser bespricht eine Hodler-Ausstellung im Salon Bourgy in Lausanne, deren Besuch er sehr empfiehlt – schon deshalb, weil es sich um eine „für Lausanne ja ganz neuen und immer noch gewagte Darbietung“ handle. Neben anderen beschreibt er das Gemälde: „Ein starker Eindruck geht sodann von einer Landschaft aus, die Hodler wohl um 1890 am Salève gemalt hat. Es ist Spätherbst. Von den Felszacken des Berges senkt sich der rote Wald zum verbleichenden Grün der Ebene und den gelbgrauen Kieslagern des Flusses herunter, der mit Fülle und Ungestüm kühnen Bogens einherbraust“ (Neue Zürcher Zeitung, 18.7.1911).

Die Ansicht der Arve (Zürich 1917) ist in ihrer Farbigkeit herausragend im Oeuvre Hodlers. Sie verrät die Rezeption und Verarbeitung zeitgenössischer französischer Kunst. Unmittelbar nach dem Skandal um „Die Nacht“ in der Genfer Exposition municipale im Februar 1891 unternimmt der Künstler eine Reise nach Paris. Dort hält er sich mehrere Wochen auf, in denen er einigen berühmten Kollegen vorgestellt wird und in den kommerziellen Galerien der französischen Hauptstadt sicher auch Werke der Impressionisten sieht.

Matthias Fischer