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Walensee
  • Johann Gottfried Steffan
  • Walensee, ohne Jahr

  • Öl auf Karton
  • 23.1 x 37 cm
  • signiert unten rechts: "J.G. Steffan"
  • Kunstmuseum Luzern, Depositum der BEST Art Collection Luzern
  • Inv.-Nr. M 24x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1,850
  • Jahr bis: 1,900
Description
Provenance
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Other

Auf seinen zahlreichen Studienreisen in die Berge, bei welchen der Walensee eines seiner beliebtesten Ziele ist, hält Steffan Natureindrücke direkt in Ölskizzen fest. Oft datiert er diese auf den Tag genau, was bei der vorliegenden Arbeit nicht der Fall ist. Eine legendäre und viel zitierte Reise an den Walensee im Jahr 1852, zusammen mit Jost Schiffmann, Robert Zünd und Rudolf Koller, gibt jedoch trotzdem Aufschluss über eine mögliche Datierung. Während Steffan bei seinen Atelierwerken gedämpfte Farben und weiche Konturen verwendet, sind seine Skizzen von intensiveren, kräftigeren Farben und einem weitaus freieren Pinselstrich geprägt. Beim „Walensee“ werden zudem die einzelnen Bildelemente nicht so detailliert wiedergegeben, als dass es sich um eine Atelierarbeit handeln könnte. Im Gegensatz zu der fehlenden Detailgenauigkeit zeigt die Komposition selbst jedoch sehr klar Steffans Interesse an Raumgestaltung und Tiefenwirkungen: die Verbindung von vertikal ausgerichteten und gestaffelten Bergen mit der horizontalen Wasserfläche samt Glanzzone und angedeuteten Spiegelungen verdeutlicht dies.

Seraina Werthemann