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Klausenpass mit Scherhorn und Windgälle
  • August Babberger
  • Klausenpass mit Scherhorn und Windgälle, um 1925

  • Öl auf Leinwand
  • 100.2 x 150 cm
  • nicht bezeichnet
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 502x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1'923
  • Jahr bis: 1'926
Werkbeschrieb
Provenienz
Ausstellungsgeschichte
Literatur

Die Urner Landschaft mit Scherhorn wird seit Babbergers regelmässigen Sommeraufenthalten auf dem Klausenpass zu einem immer wiederkehrenden Motiv (vgl. "Selbstbildnis des liegenden Malers"). Auch in dieser nächtlichen Darstellung hält er den Blick von der Balmalp auf den doppelspitzigen Berggipfel fest, welcher in der oberen linken Bildzone aus dem Dämmerlicht ragt. Eine rosarote Wolke und die gelbe Mondsichel erleuchten die mehrheitlich in dunklen Farbtönen gehaltene Landschaft. Schwarz-dunkelbraune und dunkelgrüne Farbflächen verschmelzen miteinander und lassen die Berghänge diffus erahnen. Im Vordergrund nimmt ein Bergsee die nächtliche Stimmung auf. In der Wiedergabe der Dämmerung in Hell-Dunkel-Kontrasten erhält die Darstellung etwas Rätselhaftes, Geheimnisvolles und wiederspiegelt zugleich das seelische Empfinden Babbergers. Die Landschaft wird zum Träger seiner inneren Gefühlswelt und verkörpert zugleich seine naturmystische Grundhaltung.

Cornelia Ackermann