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Paare im Walde (Triptychon)
  • August Babberger
  • Paare im Walde (Triptychon), 1925

  • Öl auf Leinwand
  • 250.5 x 99.5 cm (Tafel I)
  • nicht bezeichnet
  • Kunstmuseum Luzern, Depositum des Kantons Luzern
  • Inv.-Nr. F 6:1x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1'925
  • Jahr bis: 1'925
Werkbeschrieb
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Literatur
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In zahlreichen Zeichnungen und Entwürfen ist die figurative Wandmalerei von August Babberger bereits angelegt. Wie bereits im 1915 gemalten dreiteiligen Wandbild "Abschiednehmendes Paar I, II, III", von dem zwei der drei Tafeln im Besitze des Kunstmuseums Luzern sind, greift Babberger auch im vorliegenden Werk das Motiv der Paarkonstellation auf, das allgemein im Werk Babbergers von Bedeutung ist. Sein Interesse gilt dabei der Harmonie und der Ausgeglichenheit der Geschlechter, die Vorbild für die menschliche Existenz sind: Eine Idealvorstellung des Künstlers, die etwas von der realen Welt Abgehobenes, ihr Entrücktes ist. Er stellt die Paare häufig in Eintracht und auf verklärte Art und Weise dar, meist eingebettet in eine dekorativ verspielte Umgebung.

Das 1925 entstandene dreiteilige Monumentalgemälde "Paare im Walde" besticht durch die Strenge und Einfachheit der Komposition. Es zeigt eine paradiesisch anmutende Szenerie in der Natur: Auf der linken Tafel und der mittleren sind zwei Figurenpaare zu sehen, die sich seitwärts von rechts nach links bewegen. Auf der dritten Tafel verharren ein Mann und eine Frau eng umschlungen. Über den beiden Hand in Hand schreitenden Paaren schweben zwei engelhafte Frauenfiguren in gegenläufiger Richtung. Auf der rechten Tafel hält eine Frauengestalt in gelbem Gewand inne und beobachtet die Szene im Vordergrund. Während die Frauenfiguren meist in langen Gewändern gekleidet sind, malt Babberger die jünglingshaften Gestalten jeweils nackt und in erdfarbenen Tönen.

Das Monumentalgemälde wird 1932 anlässlich der Ausstellung in Baden-Baden mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

Cornelia Ackermann