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Block XIII
  • Hannah Villiger
  • Block XIII, 1989

  • 15 vergrösserte Polaroidaufnahmen, auf Alutafeln aufgezogen
  • 394 x 620 cm
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 90.9z
  • © The Estate of Hannah Villiger
  • Jahr von: 1,989
  • Jahr bis: 1,989
Description
Provenance
Exhibition History
Bibliography

"Ich fotografiere mich selbst. Ich bin mein nächster Partner und der mir naheliegendste Gegenstand. Ich horche mit meiner Polaroidkamera an meinem nackten, kahlen Körper entlang, um ihn herum, in ihn hinein, durch ihn hindurch. Die grösste Distanz zwischen Kamera und Körperteil ist die ausgestreckte Länge meines Armes bis zu den Zehen." So äussert sich Hannah Villiger in einem ihrer Arbeitsbücher zu ihrem Schaffen und ihrem sich stets wiederholendem Vorgehen. Aus einer Menge von unzähligen Polaroidsaufnahmen trifft sie eine Auswahl und lässt dieses Material zu einem Block montieren, zu einem Bild vom eigenen Bild des eigenen Körpers.

Ab 1988 stellt Hannah Villiger konsequent die Polaroids zu "Blöcken" zusammen. "Block XIII" ist 15-teilig und zeigt – abgesehen von zwei fragmentierten Fussdarstellungen – Ausschnitte und Teilansichten ihres schmalen Gesichtes und der Schulterpartie aus nächster Distanz. So entdeckt man ihre mit Sommersprossen übersäte Haut, Hautfalten, ein geschmücktes Ohrläppchen. Beim vorliegenden Block handelt es sich nicht um zerstückelte, kaum eruierbare oder ineinander verschlungene nackte Körperteile, wie man sie von anderen Blöcken Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre kennt. Die Teilansichten ihres Gesichtes, welches Hannah Villiger in dieser Form kaum gezeigt hat, sind aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und Perspektiven fotografiert. Sie gibt zwar den Blick auf ihr Gesicht frei, mit ihr jedoch in ein Verhältnis zu treten lässt die Künstlerin nicht zu.

Cornelia Ackermann