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Königsprobe und vier Allianzwappen (Kopie nach den Holbein-Wandmalereien am ehemaligen Hertensteinhaus)
  • Xaver Schwegler
  • Königsprobe und vier Allianzwappen (Kopie nach den Holbein-Wandmalereien am ehemaligen Hertensteinhaus), 1870

  • Aquarell, Tusche und Bleistift auf Papier
  • 36.5 x 53 cm
  • Kunstmuseum Luzern, Depositum der Stadt Luzern
  • Inv.-Nr. G 699:5y
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1,870
  • Jahr bis: 1,870
Description
Provenance
Exhibition History
Bibliography
Other

Die Geschichte der Königsprobe aus der "Gesta Romanorum" (Kap. 27) handelt von einem alten König, der mehrere Söhne gezeugt hat, die nach seinem Tod alle Anspruch auf die Reichsfolge erheben. Ein Weiser entscheidet, dass man sie auffordern solle, auf die Leiche ihres Vaters zu schiessen, worauf man jenen als Erbe anerkennen möchte, der ihn am tiefsten verletze. Drei von ihnen versuchen ihr Glück, der Vierte aber weigert sich. Nach dieser Verweigerung wird er unter dem Jubel des ganzen Volkes als wahrer Erbe eingesetzt.

Die Szene zeigt links den bereits toten König mit einem Pfeil in der Brust und seine Söhne: Zwei der Söhne haben bereits geschossen, im Hintergrund ist der Dritte im Begriff seinen Bogen zu spannen. Rechts zerbricht der vierte Sohn seinen Pfeilbogen vor den Augen der Weisen. Bei den abgebildeten Wappen, handelt es sich um die vier Allianzwappen der Eheschliessungen Jakob von Hertensteins.

Die Darstellung der Königsprobe war im Mittelpunkt der Fassade angebracht und dürfte eine Mahnung von Jakob von Hertenstein an seine Kinder gewesen sein, die aus verschiedenen Ehen stammten.