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Blumenstilleben No. 287
  • Anton Henning
  • Blumenstilleben No. 287, 2005

  • Öl auf Leinwand
  • 50.3 x 60 cm
  • signiert und datiert unten rechts: "AH05", signiert, datiert und bezeichnet auf Keilrahmen, mit Filzstift: "AH 2005-145 Blumentstilleben No. 287"
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 2006.126x
  • © 2007, ProLitteris, Zurich
  • Jahr von: 2'005
  • Jahr bis: 2'005
Werkbeschrieb
Provenienz
Ausstellungsgeschichte
Literatur
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Anton Henning ist bekannt für die gattungsübergreifende Motivwahl seiner Gemälde. Das "Blumenstillleben Nr. 287" gehört dabei zur Serie der mittelformatigen Gemälde, eine Art Kabinettbild, für das "Studiolo" des Kunstliebhabers geeignet und die bei genauerer Betrachtung einen Genuss an Anschauung bieten. In einem Interieur, das die Intimität und Lichtführung eines Edward Hopper aufnimmt, befindet sich einzig die kecke, abstrahierte Figur einer "Blume" (so der Titel). Dieses Objekt, ein "Hennling", ist zum einen die Signatur des Künstlers, die er bereits früh aus Matisses Akanthusornamenten entwickelt hat, zum anderen ein von Henning erdachtes Moment der Fusion, in dem er die malerischen Traditionen der Figuration und der Abstraktion vereint und wortwörtlich ins rechte Licht rückt. Dass alles bei Anton Henning Malerei ist, bemerkt man auch am Fenster, dessen Laibung der Künstler als Kante eines Spannrahmens festhält. Dieser kleine Hinweis genügt, um das Fenster, durch das von rechts Licht in den Raum schimmert, in eine monochrome Fläche zu verwandeln. Wie bei der Figur in der Bildmitte ist auch dieses Rechteck die ins Bild gesetzte Vereinigung figürlicher wie abstrakter Malerei und die Farbe auf Leinwand per se.

Susanne Neubauer