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Garten Eden
  • Josephine Troller
  • Garten Eden, 1963-1964

  • Öl auf Leinwand
  • 80 x 130 cm
  • signiert unten rechts: "Josephine"; signiert und datiert verso, mit Ölfarbe: "- Garten Eden -/ TROLLER-/-Josephine T./1963-64"
  • Kunstmuseum Luzern
  • Inv.-Nr. 2007.31x
  • © Nachlass Josephine Troller
  • Jahr von: 1'963
  • Jahr bis: 1'964
Werkbeschrieb
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Literatur
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Das zwischen 1963 und 1964 entstandene Ölgemälde steht beispielhaft für einen neuen Bildtyp bei Josephine Troller: Zu sehen ist nicht, wie in manchen Arbeiten der 1950er Jahre, ein von Zivilisation geprägter Aussenraum, der sich – zumindest noch vage – als real existierender Ort erkennen liesse. Mit der paradiesischen Landschaft des „Garten Eden“ korrespondieren im Aufbau eine ganze Gruppe von Werken, welche künstlich angelegte Gartenparks präsentieren – meist deutlich von der Umwelt isolierte begrünte und gelegentlich von Tieren, nie aber von Menschen bevölkerte Anlagen, die an den kunsthistorischen Topos des Paradiesgartens, beziehungsweise des „Hortus conclusus“ erinnern.

Die Künstlerin gestaltet den Garten als einen fantastischen „Locus amoenus“ („lieblicher Ort“), an welchem Tier- und Pflanzenwelt in je paarweiser Anordnung Platz finden: Genau so wie vorne ein Vogelpaar stehen ihm Hintergrund zwei hoch gewachsene Palmen. Auch wenn die Symmetrie dieses Arrangements mehrfach gebrochen ist, scheint im Aufbau des Bildes nichts dem Zufall überlassen zu sein. Schon eine Bleistiftzeichnung, die als „Skizze zu ‚Garten Eden’“ betitelt ist, zeigt die Anlage des entsprechenden Gemäldes sehr präzis und illustriert die künstlerische Vorgehensweise (KML 2007.30y).

Isabel Fluri