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Blick vom Hundsrücken gegen die Rigi
  • Jost Meyer-am Rhyn
  • Blick vom Hundsrücken gegen die Rigi, um 1857/58

  • Öl auf Leinwand
  • 30.8 x 32.2 cm
  • nicht bezeichnet
  • Kunstmuseum Luzern, Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Gottfried Keller-Stiftung, Bern
  • Inv.-Nr. E 66x
  • © Kunstmuseum Luzern
  • Jahr von: 1'857
  • Jahr bis: 1'858
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Mit dem „Blick vom Hundsrücken gegen die Rigi“ gibt Jost Meyer-am Rhyn eine Ansicht seiner heimatlichen Umgebung wieder, die zwar nicht in akribischer Detailtreue aber nichts desto weniger in sehr real anmutender Darstellung erscheint.

Das Gemälde zeigt die Aussicht vom Hundsrücken ostwärts gegen das Götzental. Von Wolken umfangen erscheint im Hintergrund in blassem Licht die Rigi. Die in horizontalen Streifen geschichtete Landschaft lenkt den Blick in die Tiefe. Der Wald, der in Farbgebung und Lichtführung als kompakter Block die untere Bildhälfte dominiert, scheint in der Funktion eines Repoussoirs diese Tiefenwirkung noch zu verstärken. Analog dazu werden durch die mit der Bildtiefe zunehmenden Helligkeit die hinteren Bergkämme optisch in die Ferne gerückt. Diese klare kompositorische Trennung von Vorder- und Hintergrund ist bezeichnend für seine Landschaftsdarstellungen.

Im Gegensatz zu seinem ersten Lehrer Josef Zelger, der seine pittoresken Darstellungen als Souvenir an Touristen richtet, interessiert Meyer-am Rhyn nicht die detailgetreue Wiedergabe einer lieblichen Landschaft, sondern vielmehr die atmosphärische Wirkung, die sich in einer solchen entfaltet. Mit Farbe und prägnantem Licht-Schatteneffekt gestaltet er einen stimmungsvollen Bildraum, in der sich das Gegenständliche zugunsten der Bildwirkung fast gänzlich auflöst.

Fabienne Sutter